Bei dem Workshop lernen Teilnehmende neue Ansätze und Werkzeuge kennen, die Journalistinnen und Journalisten im Umgang mit Populismus und Extremismus im redaktionellen Alltag weiterhelfen. Im Fokus stehen die besonderen Herausforderungen für die Berichterstattung rund um Wahlen. Um optimale Lern- und Trainingsbedingungen zu gewährleisten, ist der Workshop für eine Gruppe von bis zu zehn Personen konzipiert. Angesprochen sind Journalistinnen und Journalisten aller Mediengattungen, die sich auf diesem Feld weiterbilden wollen.
Uhrzeit
9:00 - 17:00 Uhr
Aufbau des Workshops
Am Ende des Workshops wissen die Teilnehmenden:
- was Populismus und Extremismus genau ausmacht, wie sich diese Phänomene zuletzt verändert haben und was das für die Wahlberichterstattung bedeutet;
- mit welchen Kommunikationsstrategien populistische und extremistische Akteure arbeiten und wie diese funktionieren;
- welche konstruktiven Ansätze helfen, damit Berichterstattung rund um Wahlen gelingt und erfolgreich ist;
- welche „Good Practices“ es für einen verantwortungsvollen journalistischen Umgang mit Extremismus und Populismus gibt.
Am Ende des Workshops können die Teilnehmenden:
- zentrale Kommunikationsstrategien von Extremisten und Populisten erkennen und unterscheiden – und haben Ansätze kennengelernt, wie sie damit umgehen können;
- Werkzeuge für lösungsorientiertes und perspektivenreiches Berichten anwenden, ohne in die Wahl-PR- oder False-Balance-Falle zu tappen;
- Zuhör- und Fragetechniken anwenden, um insbesondere für Gespräche in angespannten und emotional aufgeladenen Situationen gut gerüstet zu sein;
- Handwerkszeug für die Formatentwicklung in ihrem redaktionellen Alltag einsetzen, um in der journalistischen Praxis neue Dialogansätze auszuprobieren, die den demokratischen öffentlichen Diskurs stärken und Polarisierung zurückdrängen.
Workshop-Leitung
Peter Lindner
Leiter Innovation und Dialog
Peter Lindner hat lange für die Süddeutsche Zeitung gearbeitet, fast 12 Jahre als Ressortleiter Politik und mehr als 6 Jahre als stv. Chefredakteur von SZ.de. Er beschäftigt sich intensiv mit neuen Ansätzen im Journalismus und entwickelte Formate und Projekte, wie das SZ-Diskursprojekt „Werkstatt Demokratie“. 2022 forschte er am Constructive Institute an der Universität Aarhus/Dänemark zur Frage, wie Journalismus den konstruktiven Austausch in der Gesellschaft befördern kann. Peter Lindner ist zertifizierter Mediator und ausgebildeter Trainer des US-amerikanischen Solutions Journalism Network. Er studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie in München und Bradford, UK.
peter.lindner@bonn-institute.org