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Gemeinsam "Eine Stunde reden" in Berlin
Wie wertvoll es ist, wenn unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen in einem Safe Space zusammenkommen, zeigte sich am 04. September in der Zentralredaktion der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Anlässlich der bevorstehenden Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses hat die dpa zum Dialog eingeladen. Die Medienhäuser Berliner Morgenpost, Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und Deutsche Welle kamen in diesem Rahmen zusammen, um sich anhand des Dialogspiels „Eine Stunde reden” des Bonn Institute mit ihrem Publikum konstruktiv auszutauschen.
Astrid Maier, Stellvertreterin der Chefredaktion und Strategie-Chefin bei der dpa, betont, wie essenziell das analoge Miteinander in Zeiten von KI und Polarisierung sei. In diesem Fall insbesondere für den politischen Austausch. An einem Tisch stellten sich die Teilnehmenden unter anderem die Frage, wie in Berlin mehr Wohnraum entstehen kann. Woanders ging es um das Thema Sicherheit: Wie gelingt ein gutes Maß zwischen Freiheit und Sicherheit? Im Mittelpunkt steht nicht zwingend ein Konsens, sondern das Wertschätzen von vielfältigen Sichtweisen in einem geschützten Rahmen.
Das Dialogspiel schafft bewusst kleine Gesprächskreise von sechs bis acht Personen, die einen Raum für gegenseitiges Zuhören darstellen sollen. In der nicht-konfrontativen Atmosphäre ist jeder Redebeitrag gleichwertig und wird gehört – anders als in digitalen Echokammern. Spielelemente wie ein Mikrofon, Fragekarten, eine Sanduhr oder Stimmungssteine strukturieren die Dialoge, während Journalistinnen und Journalisten die Spielleitung übernehmen.
Ellen Heinrichs, Gründerin und Geschäftsführerin des Bonn Institute, hebt nach dem Abend hervor, dass die gegenseitige Würdigung wichtiger denn je sei: „Vieles ändert sich in unserem Land, vieles ändert sich in unserer Gesellschaft. 40 bis 50 Prozent der Menschen sagen, es wäre besser, die eigene Meinung für sich zu behalten. Das ist keine gute Nachricht für unsere Demokratie.“
Was am Ende des Abends im dpa-Newsroom bleibt, ist ein Gefühl von Bereicherung und dass die Beteiligten nach den Gruppendialogen „ein wenig beglückt“ nach Hause gingen, so zitiert die Berliner Morgenpost einen Teilnehmer des Events. „Wir haben uns ausgetauscht. Wir haben mal wieder miteinander gesprochen.“
Das Dialogspiel richtet sich gezielt an Redaktionen, die neue Wege in der Publikumsbindung gehen möchten. Um die Implementierung zu erleichtern, bietet das Bonn Institute umfassende Unterstützung an: Neben dem Spiel selbst erhalten Redaktionen ein praxisorientiertes Handbuch, Zugang zu Schulungen sowie organisatorische Begleitung bei der Planung und Durchführung eigener Dialogveranstaltungen.
„Eine Stunde reden. Das Dialogspiel“ ist über unseren Webshop erhältlich.
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Mehr Impressionen von verschiedenen "Eine Stunde reden"-Spielerunden gibt es auf Instagram unter @einestundereden.